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Arbeitgeber Energiewende
G18427 / 08.07.26
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Inländische Produktion für mehr Unabhängigkeit
Sie entwickeln Verfahren, die Abgase reduzieren, organisieren Projekte, um den Energieverbrauch senken, oder bauen Solar- und Windenergieanlagen. Im Jahr 2025 waren in Deutschland rund 436 300 Menschen im Bereich erneuerbare Energien beschäftigt – so viele wie noch nie. Dabei arbeiteten die meisten von ihnen im Bereich Windenergie: rund 131 300 Beschäftigte im Bereich Onshore-Windenergie und weitere 41 000 im Bereich Offshore-Windenergie. Zusammen waren das mehr als ein Drittel aller Arbeitsplätze im Bereich erneuerbare Energien. Es folgten Biomasse mit 96 800 und Solarenergie mit 88 200 Beschäftigten als wichtigste Arbeitgeber der Energiewende. In den vergangenen 25 Jahren haben politische Entscheidungen den Arbeitsmarkt in diesem Wirtschaftszweig immer wieder stark beeinflusst. So führten etwa die Kürzung von Fördermitteln bei Photovoltaik, die Ausbau-Deckelung von Windkraftanlagen oder das heftig diskutierte Heizungsgesetz dazu, dass immer wieder Arbeitsplätze verloren gingen. Auch wird die Zahl der Arbeitsplätze durch private Investitionen bestimmt. Bleiben diese aus, werden Arbeitsplätze abgebaut. Eine Expertin der Bertelsmann Stiftung erklärt: „Die Beschäftigung wächst dort, wo durch Planungssicherheit private Investitionen in den Ausbau der erneuerbaren Energien fließen.“ Doch der Ausbau allein reiche nicht aus, um Arbeitsplätze zu sichern. Es brauche auch inländische Produktion. Das zeigt das Beispiel Solarenergie: Obwohl immer mehr Solaranlagen installiert werden, sinkt die Zahl der Beschäftigten, da die Module im Ausland produziert werden. Die Expertin der Bertelsmann Stiftung warnt davor, diesen Fehler bei etwa Windkraftanlagen oder Wärmepumpen zu wiederholen. Sie sagt: „Es geht dabei nicht nur um Arbeitsplätze, sondern auch um eine strategische Unabhängigkeit im Energiebereich. Dafür braucht es eine verlässliche Energiepolitik, auch über Wahlperioden hinweg.“ Quelle: Bertelsmann Stiftung © dpa-infocom GmbH
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Deutschlands Selbstversorgung
G18414 / 02.07.26
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Reichlich Kartoffeln, wenig Obst Bananen, Kiwis und Äpfel können wir im Supermarkt fast immer kaufen. Denn Deutschland importiert einen Großteil des Obstes aus anderen Ländern. Gäbe es nur Obst aus Deutschland zu kaufen, könnte Deutschland noch nicht einmal ein Fünftel des Obst-Bedarfs der Bevölkerung decken. Im Jahr 2024 betrug der Selbstversorgungsgrad bei Obst laut Angaben der Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft 18 Prozent. Der Selbstversorgungsgrad misst, zu wie viel Prozent die heimische Landwirtschaft den Verbrauch in Deutschland decken kann. Bezogen auf alle Nahrungsmittel lag er in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich bei ungefähr 85 Prozent. Folglich muss Deutschland nicht bei allen Lebensmitteln so viel importieren wie beim Obst – in manchen Fällen sogar gar nichts. Denn bei einigen Lebensmitteln produziert Deutschland mehr als die Bevölkerung benötigt. Dabei stechen besonders Kartoffeln und Zucker hervor: 2024 lag der Selbstversorgungsgrad hier bei 145 beziehungsweise 154 Prozent. Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung © dpa-infocom GmbH
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Zu- und Abwanderung in Deutschland
G18374 / 22.06.26
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Wanderungssaldo deutlich gesunken Im Jahr 2025 sind rund 1,48 Millionen Menschen nach Deutschland gezogen. Das waren 12,6 Prozent weniger als im Jahr 2024. Bei den Fortzügen gab es mit rund 1,24 Millionen Menschen einen leichten Rückgang um 1,5 Prozent. Unterm Strich kam Deutschland im Jahr 2025 somit auf einen Wanderungsüberschuss von rund 235 000 Personen. Im Jahr zuvor war dieser mit rund 430 000 fast doppelt so hoch. Als eine der Ursachen für die geringere Zuwanderung im Jahr 2025 nennt das Statistische Bundesamt eine geringere Nettozuwanderung aus den Hauptherkunftsländern von Asylsuchenden, wie beispielsweise Syrien, die Türkei und Afghanistan. Zudem sei auch die Nettozuwanderung aus der Ukraine deutlich zurückgegangen. Die Zuwanderung spielt in Deutschland eine große Rolle beim Bevölkerungswachstum. Bereits seit 1972 gibt es in Deutschland jährlich mehr Sterbefälle als Geburten. Ohne die regelmäßigen Wanderungsgewinne wäre die Bevölkerung Deutschlands bereits seitdem geschrumpft. Quelle: Destatis Destatis © dpa-infocom GmbH
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Städte im Hitze-Check
G18366 / 15.06.26
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Ein Appell für mehr Grün
Kopfschmerzen, Erschöpfung und Schwindel – das sind nur einige der Folgen extremer Hitze. In welchen Städten die Menschen in Deutschland am stärksten von Hitze betroffen sind, zeigt der Hitzebetroffenheitsindex (HBI) der Deutschen Umwelthilfe. Für den Index wurden Versiegelung, Menge an Vegetation, Oberflächentemperatur und Bevölkerungsdichte untersucht. Von den 195 untersuchten Städten ab 50 000 Einwohnern schnitten nur 21 Städte mit einem HBI-Wert ab, den die Deutsche Umwelthilfe (DUH) als in Ordnung einstuft. 37 Städte waren hingegen von extremer Hitze betroffen. Besonders schlecht bewertete die DUH Mannheim, Ludwigshafen am Rhein und Worms. Eine DUH-Expertin bemängelt: „Besonders alarmierend ist, dass in den untersuchten Städten in den vergangenen sieben Jahren nahezu eine Million Bäume verschwunden sind. Diese Tatsache lässt sich nicht schnell wieder umkehren, denn Bäume brauchen Zeit, um zu wachsen.” Fachleute empfehlen eigentlich die sogenannte 3-30-300 Regel: 3 Bäume aus dem Fenster sehen können, 30 Prozent Baumbeschirmung (Schattenwurf) im Umfeld haben und höchstens 300 Meter von der nächsten Grünfläche entfernt leben. Quelle: DUH UBA BMG © dpa-infocom GmbH
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Superreiche in Deutschland
G18367 / 11.06.26
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Geballter Wohlstand
Wenige haben viel: In Deutschland besitzen rund 5000 Menschen jeweils mehr als 100 Millionen US-Dollar. Dabei geht es nur um das finanzielle Vermögen, also Bargeld, Einlagen, Anleihen, Aktien, Investmentfonds, Lebensversicherungen und Pensionen. Der Global Wealth Report der Boston Consulting Group (BCG) zeigt: Diese Superreichen besaßen im Jahr 2025 gut 27 Prozent des gesamten deutschen Finanzvermögens. Damit ist in den vergangenen Jahren sowohl die Zahl der Supereichen gestiegen, als auch ihr Anteil am Gesamtvermögen. Im Jahr 2020 hatte BCG noch gut 3500 Superreiche gezählt. Damals hatte ihr Anteil am deutschen Gesamtfinanzvermögen bei gut 23 Prozent gelegen. BCG geht davon aus, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Für das Jahr 2030 sagen die Fachleute voraus, dass gut 6800 Superreiche mehr als 30 Prozent des Finanzvermögens besitzen werden. Ein Experte erklärt: „Die Konzentration des Vermögens an der Spitze nimmt weiter zu – wer mehr hat, kann breiter streuen und in renditestärkere Anlageklassen wie Aktien oder Private Equity investieren.“ Im Jahr 2025 standen den rund 5000 Superreichen in Deutschland rund 66 Millionen Menschen gegenüber, deren Finanzvermögen höchstens 250 000 US-Dollar betrug. Quelle: BCG, Global Wealth Report © dpa-infocom GmbH
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